150 Jahre GRIMM &TRIEPEL Kruse Kautabak

Am 14. Juni 1849 gründete der Kaufmann Theodor Grimm eine Kau-, Rauch-, Schnupftabak und Zigarrenfabrik in Nordhausen am Harz.

Schon nach kurzer Zeit spezialisierte man sich auf die Herstellung von Kautabak. Im Jahr 1858 trat Adolf Triepel als Teilhaber in den Betrieb ein.

Da die Inhaber keine Erben hatten, entschlossen sie sich 1881, das florierende Unternehmen an Otto Kruse (1), den Urgroßvater des jetzigen Inhabers, zu verkaufen.


Otto Kruse (I)

Unter seiner Leitung und der seiner Söhne Georg und Otto Kruse (2) entwickelte sich das Unternehmen prächtig.

Es beschäftigte vor dem 2. Weltkrieg im Stammhaus und zahlreichen Filialen bis zu 1.800 Mitarbeiter. Damit war Grimm &Triepel Europas größte Kautabakfabrik.

Jährlich wurden ca. 65 Mio. Packungen bzw. Stücke (Rollen, Hufeisen, Knoten, Stangen, u.ä.) hergestellt.


Otto Kruse (I) mit Reichskanzler Hindenburg
in Nordhausen


Auslieferung mit Kutschen 1911


Auslieferung mit Kleinlastern 1936

Nach Kriegsende wurde die Familie Kruse im Rahmen der kommunistischen Bodenreform enteignet und mußte Nordhausen verlassen.

Als Neuanfang bot sich die nahe der Zonengrenze gelegene einzige westliche Filiale in Unterrieden / Werra an.

Mit tatkräftger Unterstützung seiner Tochter Elisabeth Grönwoldt, geb. Kruse und seines Sohnes Peter-Otto Kruse (3) begann Otto Kruse (2) mit dem Wiederaufbau der Kautabakproduktion.


Postkarte - Grimm &Triepel in Unterrieden

Der rückläufige Kautabakmarkt veranlaßte die Inhaber, sich 1961 mit der Produktion von Kunststoff-Flaschen ein zweites Standbein zu schaffen.

Im Jahre 1982 wurde dann die 4. Generation, Dr.Bernd-O. Kruse (4) in die Geschäftsleitung aufgenommen.

Der völlige Zusammenbruch des Kautabakmarktes führte zur Übernahme zahlreicher Firmen und Produkte, wie Fischer &Herwig, Hanewacker, Hansen, Nessinger, Schrimper, Wahrer Jakob, etc.


v.li. : Peter-Otto Kruse, Elisabeth Grönwoldt, geb. Kruse,

Elisabeth Kruse sen., Otto Kruse sen.

Grimm &Triepel entwickelte sich zur einzigen Kautabakfabrik Deutschlands.

Die rechtliche Ausgliederung der Kunststoff-Flaschenproduktion erfolgte im Jahr 1989.

Dr. Bernd-Otto Kruse (4) war nunmehr alleiniger Inhaber der Grimm &Triepel Kruse Kautabak GmbH.

Die Wiedervereinigung im Jahre 1989 brachte zunächst einen guten Umsatzzuwachs, da die DDR-Kautabakproduktion nach Übernahme durch die Firma Reemtsma in Nordhausen geschlossen wurde.

Dr. Bernd-Otto Kruse mit der Geschäftsführerin und Ehefrau Heidrun Kruse

Mit wenigen Mitarbeitern ist die Firma Grimm &Triepel Kruse Kautabak GmbH heute die einzige Kautabakfabrik Deutschlands.
Weiteres über die Kautabak-Tradition in Deutschland erfahren Sie in verschiedenen VHS-Videos, die Sie bei uns erwerben können.

Manufaktur Öffnungszeiten

Führungen jederzeit nach Absprache

© Hanning Kruse

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